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Anekdoten aus dem Alltag: #aufdenhundgekommen

DSC_0312Der M. wollte nie einen Hund haben. Ich hingegen hege schon seit längerem den Wunsch nach einem Hund. Also haben wir einen Kompromiss geschlossen und uns einen Hund zugelegt.

Der besagte Hund, Typ Zwergspitz, ist laut den Aussagen vieler selbsternannter Hundekenner eh kein richtiger Hund. Falls ihr es nämlich noch nicht gewusst habt, dann möchte ich etwas zu eurem allgemeinen Hundewissen beitragen. Laut meinen Berechnungen, basierend auf den erhobenen Expertenmeinungen, ist ein Hund der kleiner als eine Katze ist kein echter Hund. So jetzt wisst ihr es auch und könnt in Ruhe sterben. Ach übrigens ist mein nicht echter Hund auch kein Zwergspitz, sondern ein Chihuahua- das wurde mir immer wieder auf der Straße erklärt. Diese Hundezüchter sind auch nicht mehr das was sie einmal waren. Das ist ja schon wie bei den Lasagnen vom Penny. Da steht Schweinefleisch drauf, ist aber Pferdefleisch drin. Fast so ähnlich ist es wohl mit unserer Emma-Vivienne (ja ihr seht richtig: ein Doppelname! Das trägt man jetzt so, hab ich mir sagen lassen). Gut, dass die Menschen von der Straße es besser wissen und mich aufgeklärt haben. Sonst hätte ich wohl ernsthaft weiterhin geglaubt sie sei ein Zwergspitz. Bei näherer Betrachtung hat sie aber auch eine frappante Ähnlichkeit mit einem Fuchs. Jetzt überkommt mich eine Melancholie im Gedanken an den kleinen Prinzen. Dann wäre ja der einzige Unterschied zwischen der Geschichte dem kleinen Prinzen und mir, dass er einen Fuchs gezähmt hat und ich daran gescheitert bin.

Zurück zum eigentlichen Thema. Die. Freude war schon beim Abholen groß, als ich mit Freudenstrahlen die Züchterin nach ihrer Charaktereinschätzung des winzigen Flauscheballs gefragt habe und diese sie mit dem Begriff ‚Hexe’ beschrieben hat. Ich möchte nur am Rande erwähnen, dass ich das Getier (so wird das wilde Raubtier liebevoll von uns genannt) noch am Abend des ersten Tages zurückgeben wollte. Mich hat so eine Panik ergriffen und ich hab mich wie in Desperate Housewifes, oder seit neustem in der österreichischen Originalfassung „Vorstadtweiber“, gefühlt. Nachdem das Hundebaby die ganze Nacht geweint und gewinselt hat und nur meine Mutter sie gegen Mitternacht beruhigen konnte war mir eines klar: man muss Mutter sein um Mutter zu sein. Währenddessen wehte ich schon verzweifelt mit der weißen Fahne.

Wer an einen Welpen denkt, der hat nur schöne Bilder im Kopf. Ist klar, oder? Klein und flauschig und soooo süß. Und soooo nicht stubenrein und sooo nicht erzogen und sooooo quengelig und soooo ein Sockendieb und sooooo ein Zehenbeisser. Man sagt für Paare sei so ein Hund die Generalprobe vor einem Kind. Emma hat mich meinen weit (weit!) entfernten Kinderwunsch streichen lassen. So ist das halt mit Kleinkindern. Ich hab mir auch sagen lassen, dass man bei Kindern nach so ca. 1,5 Jahren den ganzen Horror vergisst und dann ein zweites will. Nicht umsonst sind die meisten Geschwisterchen um die 2 Jahre auseinander. Emma-Vivienne wird aber ein Einzelhund bleiben, das garantiere ich euch. Falls in meinen ganzen Umschreibungen die emotionale Komponente untergegangen ist, sei eins gesagt: ja wir liebe unser Sockenmonster sehr und nein wir würden sie nicht zurückgeben (zumindest der M. nicht, der hat ein viel zu weiches Herz was das betrifft…).

Zum Schluss möchte ich noch eine wichtige Abmachung zwischen dem M. und mir erwähnen: der Hund darf nicht ins Bett! Alles klar. Emma hat die Sache jedoch etwas anders gesehen und ihrem Unmut um vier Uhr morgens lautstark kundgetan (ja Chihuahuakatzen können auch bellen). Falls euch jetzt das Mitleid für den M. und mich überkommt, kann ich euch beruhigen, denn seit zwei Wochen ist wieder nächtliche Ruhe eingekehrt. Das Getier schläft seit diesem Zeitraum nämlich nachts durch. Am Morgen reckt und steckt sie sich dann genüsslich neben M.’s Kopfkissen.

Eure Karin (mit dem M. und der sockenfressenden Chihuahakatze)

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Natürlich kann man ohne Hunde leben – es lohnt sich nur nicht.
Heinz Rühmann

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P.S. Wer dem Getier folgen möchte kann dies auch auf Instagram unter @emma_vivienne tun, denn moderne Haustiere sind nun auch auf Social Media Kanälen unterwegs.

14 Comments

  • Reply
    lavenderprovince
    21. Februar 2015 at 12:15

    Ein super Beitrag 😀 Nur nicht verzweifeln… Auch das Boxitier bringt mich manchmal an meine Grenzen, er testet sie aus, um dann wieder seinen Bereich kennenzulernen. Aber ich kann Dir versichern, je mehr Du mit ihr unternimmst und Dich mit ihr beschäftigst, desto mehr werdet ihr zusammenwachsen. Nur den Mut nicht verlieren 😀

    Alles Liebe, Heli und das Boxertier (aka Sockenmonster) 😉

    • Reply
      Karinista
      21. Februar 2015 at 14:09

      Liebe Heli + Sockenmonster,

      wie kommen eh grad von der Hundeschule 🙂 danke für sie tolle Empfehlung. Da werde ich bleiben. Dort wurde sie übrigens gelobt, weil sie so gut auf mich hört und schon verschiedene Kommandos beherrscht. Kaum zuhause angekommen attackiert sie meine Füße und Socken. Sie ist echt unermüdlich, aber auch unersetzlich.

      Alles Liebe,
      Karin

      • Reply
        lavenderprovince
        21. Februar 2015 at 16:32

        Auch wir kommen gerade von der Hundeschule und mein Monster war heute tatsächlich ein Monster. Rein gar nichts hat geklappt. Ich hab mich richtig geärgert. Aber dann gibt es wieder die Momente, in denen alles super toll klappt und ich echt stolz bin auf ihn. Leider war heute nicht so ein Tag. Viel zu interessant sind die Hündinnen… und die Frühlingsgefühle.

        Freut mich, dass Du dich dort wohlfühlst, ich bin auch sehr gern dort und habe mit dem Monster schon viel gelernt 😀

  • Reply
    Me.Melanie
    21. Februar 2015 at 13:11

    Oh Gott, so ein süßes Mäuschen <3 deine anfänglichen Schwierigkeiten kommen mir sehr bekannt vor. Mir ergings genauso, die erste Nacht war die schlimmste und das mit der Vereinbarung zwischen deinem Freund und dir hab ich genauso mit meinen Freund gemacht. Aber mein kleiner ist Nachts einfach heimlich aufs Bett gesprungen und hat sich zu uns gelegt. Bis wir das gemerkt haben war es schon zu spät 🙂

    Ich wünsch dir viel Freude mit deinem kleinen Sockendieb (sei froh das es nur Socken sind, meiner klaut unheimlich gerne Taschentücher, zerfetzt diese und verteilt sie in der ganzen Wohnung :D)

    Liebe Grüße
    Melanie

    • Reply
      Karinista
      21. Februar 2015 at 14:07

      Liebe Melanie,

      die Kleine schläft eh bei uns im Bett 😀 deswegen auch der letze Satz, dass sie sich morgens neben dem M. seinem Kopfpolster reckt und streckt hihi wir haben auch kapituliert, aber sie ist somsüß wenn sie mal schläft 🙂 ach und sie klaut nicht nur Socken sondern ALLES was sie finden kann: BHs, Handtücher, Taschwntücher, Haaegummis… Einfach alles 🙂 was hast du für einen Hund?

      Liebe Grüße,
      Karin

    • Reply
      Me.Melanie
      21. Februar 2015 at 17:53

      Ich hab einen Chihuahua, der ist mittlerweile aber auch schon 5 Jahre alt und ein richtiger Giftzwerg 😀

  • Reply
    ulli ks
    21. Februar 2015 at 13:56

    Hahahahaha…danke Karin!
    You made my day!
    Ich finde es toll, dass du das alles nicht beschönigst, sondern auch von deiner VErweziflung sprichst und dass dann doch so voller Liebe…eine gute Voraussetzung für deine Dasein als Mutter (so in 10-15 Jahren ;P)

    …& es tut mir leid, dich zu desillusionieren: Bei Kindern bist du mit 1,5 Jahren noch mittendrin im größten Stress, man ist nur vielleicht zu müde, um das mit der Verhütung zu checken..& bei einem Kind bleibt es dann eher, weil man vor Erschöpfung beim körperlichen Kontakt kollektiv einschläft oder sich so überfordert fühlt, dass man es auf keinem Fall dem Zufall überlassen will….
    ;D

    Lieben Gruß,
    ulli ks

    • Reply
      Karinista
      21. Februar 2015 at 14:13

      Hihi Ulli ich hatte ehrlich schon Angst, dass mich ein Shitstorm erwartet 😀 aber meine Leser sollten mich mittlerweile kennen und ein bisschen Spaß muss sein. Ich glaube ich werde diese Anekdoten zum fixen Bestandteil meines Blogs machen 🙂

      Hahahaha deine 2.Kind Theorie klingt herrlich. Ich glaube es spielt sich wirklich genauso ab wie du es geschrieben hast. Da hattest du ja Glück, dass der Storch kein Zweites gebracht hat 😛 ich war grad mit Emma in der Hundeschule. Das heißt eine Stunde toben und Action. Rate mal wer jetzt erschöpft ist? Ja klar: ich! Das Getier könnte noch munter weitermachen.

      Viele Grüße,
      Karin

  • Reply
    Kyra
    21. Februar 2015 at 20:01

    Auch wenn ich keinen Hund habe, so musste ich bei deinem Beitrag des öfteren schmunzeln 😀 Das mit dem im Bett schlafen kommt mir mit meinem Kater sehr bekannt vor 😀

    Wirklich lustig geschrieben und die Kleine ist zucker süß.

    • Reply
      Karinista
      21. Februar 2015 at 22:05

      Dankeschön 🙂 freut mich, dass wir dich zum schmunzeln gebracht haben. Ich hab auch eine Katze, die ist so groß und so flauschig, dass die meisten behaupten noch nie so eine große Katze gesehen zu haben 😀

  • Reply
    Sarah
    21. Februar 2015 at 21:29

    Oh nein, ist die süüüüüüüüüß!

    • Reply
      Karinista
      21. Februar 2015 at 22:07

      Um es in den Worten des Getiers auszudrücken: ‚Ich bin so süß, dass niemand merkt wie schlimm ich eigentlich bin muhahaha‘ 🙂

  • Reply
    Evelyne/BlushesandMore
    24. Februar 2015 at 14:30

    Also wirklich Karin, wie konntest du nicht bemerken dass sie ein Chihuahua ist – das ist doch wohl mehr als offensichtlich!
    Zum Glück gibt es die guten alten Menschen auf der Straße, sonst hättest du dich wohl noch blamiert wenn du in dem Glauben geblieben wärst, einen Zwergspitz zu besitzen…
    😉
    Wahnsinn, was die Leute alles reden, oder? Die meisten sollten wohl mal vor ihrer eigenen Tür kehren. Unglaublich, worüber die sich oft Gedanken machen – ist doch dein Hund/Katze/Chihuahua/Sockenfresser! 😉
    Deine Anekdoten sind echt witzig geschrieben!
    Liebe Grüße,
    Evelyne

  • Reply
    AngeliqueanttheKing
    25. Februar 2015 at 13:57

    Liebe Karin, Du kennst ja die Fotos von meinem Henry. Gerade heute morgen beim Aufwachen (ja, er darf auch ins Bett und es ist unfassbar, wie sich ein so kleiner Hund sooo ausdehnen kann) dachte ich mir: wie süss, wenn er schläft, da ist er ein Engel. Macht er die Augen auf, ist der die Ausgeburt der Hölle. Aber ich übertreibe. Eigentlich ist er wirklich lieb, wenn man von 23 Stunden Bällchenwerfen am Tag absieht, vom ewigen Gemaunze (ja, er hört sich dann an wie eine reudige Katze). Ich habe nur festgestellt, daß ich einfach ein sehr schwaches Nervenkostum habe. Über Deine erste Nacht musste ich sehr lachen. Ich hatte mal so ein kleines Büchlein vom Tierarzt. Da stand drin: irgendwann, nachdem der Hund ins neue Heim kommt, ist es Zeit ins Bett zu gehen. Man verabschiedet sich und legt sich ins Bett, in der Hoffnung, daß der Hund Ruhe gibt. Was er natürlich nicht macht. Er weint und jault herzergreifend. Und irgendwann sieht man nach. Und schon hat der Hund seine erste Lektion gelernt. Ich jaule und dann kommt jemand, hurra! Ach, wenn alles so einfach wäre wie auf dem Papier. Übrigens läuft Gassi gehen mit Henry immer so ab: Ist das ein Malteser? Wächst der noch? Das wird Dir in ähnlicher Weise nicht erspart bleiben. Unfair finde ich nur, daß Hundebesitzer von größeren Hunden im wahrsten Sinne des Wortes auf uns herabsehen. Mir sagte mal einer: Das ist doch kein Hund! Und ich antwortete: Sie als Mann müssten doch wissen, daß es nicht auf die Größe ankommt! Oder alternativ: Wissen Sie, das ist wie beim Porschefahrer: Je kleiner das Ding, desto größer der Schwnzersatz! Da war Ruhe im Karton.

    Berichte bitte weiter von der kleinen Hexe.

    Es grüßt Dich ganz lieb
    Angelique und (King) Henry

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